Samstag, 28. Februar 2026

Händel - Rinaldo, 27.02.2026

Die Wiederaufnahme des letztjährigen Rinaldo (mehr hier) bestätigte Stärken und Schwächen des Vorjahrs, eine bemerkenswert phantasievolle Inszenierung, deren Personenregie am Schluß etwas makaber wird, sängerisch nicht optimal besetzt und etwas gleichförmig, aber schön musiziert. Die prunkvollere erste Version des Rinaldo von 1711 ist dieser von 1731 klar vorzuziehen. Sängerisch bleiben insbesondere Suzanne Jerosme in Erinnerung, die man demnächst auch als Blanche im Dialog der Karmeliterinnen erleben darf, sowie der Tenor mit dem klangvollen Namen Jorge Navarro Colorado. Sowohl Rinaldo als auch dieses Jahr Tamerlano zeigen prinzipiell eine inszenatorische Richtung auf, die man hoffentlich auch zukünftig verfolgt, eine Mischung aus Phantasie, Freude und Spektakel.