Das Sprechtheater des Badischen Staatstheaters ist in der Dauerkrise, nun wurde überraschend bekannt, daß es ab 2027/2028 wieder einen neuen Schauspieldirektor geben wird.
Seit 1988 bin ich steter Besucher des Badischen Staatstheaters. Bei vielen Opern-, Theater-, Konzert- und Ballettvorstellungen im Jahr und Besuchen in anderen Städten verliert man schon mal den Überblick. Dieser Tagebuch-Blog dient mir seit der Spielzeit 2024/2025 als elektronische Erinnerung. Bitte beachten Sie meine Intention: ich bin kein Journalist oder Kritiker, sondern schreibe hier lediglich persönliche Eindrücke, private Ansichten und Vermutungen für mich und Angehörige nieder.
Samstag, 27. Juni 2026
Verdi - Rigoletto, 27.06.2026 - Hitzefrei
Die erste Hitzeperiode des Jahres erreichte am Premierentag des neuen Rigoletto ihren Höhepunkt: gegen 9 Uhr wurde die 30°C Marke überschritten, um 19 Uhr zum Aufführungsbeginn waren es fast 40°C. Zu warm für den Autor dieser Zeilen, als daß ein Genuß möglich gewesen wäre. Rigoletto war zudem erst im letzten Jahrzehnt zuletzt in Karlsruhe zu hören.
Falls jemand der Hitze trotzte und die Impressionen der Premiere in Worte fassen wollte - gerne als Kommentar! War es kühl genug im Zuschauerraum?
Freitag, 19. Juni 2026
Der neue GMD ab 2027/28 ist nun bekannt
Es war still geworden um die Nachfolge von Georg Fritzsch als GMD der Badischen Staatskapelle. Daß es nun der 1992 in London geborene britische Dirigent Kerem Hasan wird, kommt überraschend. Das Engagement wirkt fast wie das Ergebnis eines Speed-Datings.
Dienstag, 2. Juni 2026
7. Symphoniekonzert, 01.06.2026
Die Symphonie als Kosmologie
Mit der 3. Symphonie d-Moll für Altsolo, Frauenchor, Kinderchor und Orchester gab es gestern nach über 20 Jahren wieder Gustav Mahlers kosmologisches Werk zu hören, und das gelang mit ca. 105 Musikern und 50 Sängerinnen hervorragend.
Montag, 1. Juni 2026
Das Wie und Wo des Sparens (1)
Das Badische Staatstheater bekommt bekanntlich weniger Geld - knapp fünf Millionen Euro jährlich, Intendant Firmbach kündigte letzten Sommer sogar an, Sparten schließen zu müssen. Davon war dann plötzlich keine Rede mehr. Wie schafft man es, Millionen einzusparen und wer sind die Leidtragendenden? Für die erste Frage findet sich bisher keine transparente Antwort, aber erste Unzufriedenheiten scheinen im Theater zu rumoren. Insgesamt zeichnen erste Stimmungen das Bild einer angespannten Situation, in der Sparmaßnahmen, Personalabbau und wahrgenommene Führungsdefizite die Arbeitsbedingungen und potenziell auch die Qualität der Produktionen beeinträchtigen können.